Eine Frau mit brauner Bauernkleidung zieht eine schwarzweiße Ziege an einem Strick hinter sich her. Neben ihr läuft eine weitere schwarzweiße Ziege. Die Frau marschiert auf einem Trampelpfad auf den Dünen und ist mit dem Rücken zugewandt. Der Himmel ist blau.

Titel

19.09.2021 von Liebermann-Villa

Mutig, stilvoll, fortschrittlich und trotz turbulenter Umstände sehr erfolgreich: So lassen sich Heymann-Loebenstein und ihre eingetragene Fabrikmarke Haël während der Weimarer Republik treffend beschreiben (Abb.1). Obwohl sie das Bauhaus unter ungünstigen Bedingungen verließ, ist sie eine seiner ersten Erfolgsgeschichten:

Nämlich eine ehemalige Studentin

Nämlich eine ehemalige Studentin, die über ein von ihr mitbegründetes Unternehmen, die Haël-Werkstätten für Künstlerische Keramik G.m.b.H., modernes Design auf nationalen und internationalen Märkten etablierte. Aber wie beim Bauhaus und vielen seiner Angehörigen bedeutete der Aufstieg des NS-Regimes 1933 das abrupte Ende ihrer Ambitionen. Weibliche oder jüdische Bauhausmitglieder wurden besonders bedroht, und Heymann war beides. Sie würde dem Nazi-Schrecken zwar mit ihrem Leben entkommen, aber weder künstlerisch noch beruflich jemals wieder das Niveau ihrer Arbeiten aus der Weimarer Republik erreichen. Es ist heute klar, dass Margarete Heymann sehr wütend war, als sie das Bauhaus verließ, und Dokumente belegen, dass ihre Gefühle berechtigt waren. Heymann war eine entschlossene, kreative junge Frau, die in ihrer Berufung – modernes Keramikdesign – aufging, doch die von zwei dickköpfigen, älteren Männern in ihrem Vorhaben blockiert wurde. Max Krehan und Gerhard Marks, der künstlerische Leiter der Werkstatt, hatten sich gemeinsam entschieden, Frauen aus ihrer Werkstatt auszuschließen.

Zu sehen ist eine Landschaft aus dem holländischen Dorf Noordwijk. Im Vordergrund sind Felder. Am Horizont ist das Dorf mit Kirchturm zu sehen. Im Himmelbereich sind große dunkle Wolken zu sehen.

Max Liebermann, Landschaft bei Noordwijk, 1906, Nationalgalerie Staatliche Museen zu Berlin, Leihgabe in der Liebermann-Villa © Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin, Foto Andres Kilger

Nämlich eine ehemalige Studentin

Nämlich eine ehemalige Studentin, die über ein von ihr mitbegründetes Unternehmen, die Haël-Werkstätten für Künstlerische Keramik G.m.b.H., modernes Design auf nationalen und internationalen Märkten etablierte. Aber wie beim Bauhaus und vielen seiner Angehörigen bedeutete der Aufstieg des NS-Regimes 1933 das abrupte Ende ihrer Ambitionen. Weibliche oder jüdische Bauhausmitglieder wurden besonders bedroht, und Heymann war beides. Sie würde dem Nazi-Schrecken zwar mit ihrem Leben entkommen, aber weder künstlerisch noch beruflich jemals wieder das Niveau ihrer Arbeiten aus der Weimarer Republik erreichen. Es ist heute klar, dass Margarete Heymann sehr wütend war, als sie das Bauhaus verließ, und Dokumente belegen, dass ihre Gefühle berechtigt waren. Heymann war eine entschlossene, kreative junge Frau, die in ihrer Berufung – modernes Keramikdesign – aufging, doch die von zwei dickköpfigen, älteren Männern in ihrem Vorhaben blockiert wurde. Max Krehan und Gerhard Marks, der künstlerische Leiter der Werkstatt, hatten sich gemeinsam entschieden, Frauen aus ihrer Werkstatt auszuschließen.