Gemälde von Max Liebermann mit Personen in einem Park Anfang des 20. Jahrhunderts, die flanieren, sitzen oder Papageien am linken Bildrand betrachten

Die Papageienallee am Wannsee

Die Liebermann-Sammlung der Kunsthalle Bremen zu Gast

Die Kunsthalle Bremen und Max Liebermann – diese Verbindung hat Tradition. Schon der erste Direktor der Kunsthalle, Gustav Pauli, legte den Grundstock für unsere bedeutende Sammlung. Pauli war mit Liebermann persönlich bekannt und trug eine Kollektion von Liebermann-Werken zusammen, die, von den Nachfolgern Paulis erweitert, heute ihren Rang neben den großen Sammlungen in Berlin, Hamburg und Hannover behauptet.

Über die Ausstellung

Für die Ausstellung Die Papageienallee am Wannsee kommen über vierzig Gemälde, Zeichnungen und Graphiken Max Liebermanns nach Berlin zurück. Darunter – im Rahmen des Kooperationsprojektes Noble Gäste – neun Meisterwerke, die zum Teil noch nie außerhalb Bremens zu sehen gewesen sind. Zu ihnen gehören so berühmte Gemälde wie die Papageienallee, die Kuhhirtin und das große Selbstporträt von 1916. Die Auswahl umfasst die gesamte Breite von Liebermanns Schaffen: das holländische Frühwerk mit Darstellungen vom kargen Leben auf dem Land ebenso wie die ab 1900 entstandenen Bilder von sommerlichen Stränden und Kaffeegärten. Auch eine Ansicht des blühenden Gartens in Wannsee ist darunter. Am Beispiel des Porträts von Adele Wolde, die Liebermann auf Vermittlung von Pauli im Jahr 1910 malte, wird darüberhinaus sein Verhältnis zu Bremer Förderern und Privatsammlern anschaulich.

Eine ganz besonderer Reiz liegt darin, dass einige der Bilder durch die Ausstellung zurück an den Ort ihrer Entstehung kommen, ins Ateliers in der Liebermann-Villa, darunter die große Blumenterrasse mit ihren leuchtenden Geranien, die in diesem Raum auf der Staffelei gestanden und ihre letzten Farbtupfer erhalten hat.

Bildnachweis

Max Liebermann, Papageienallee, 2. Fassung, 1902, Kunsthalle Bremen