Gemälde von der noch jungen Martha Liebermann in schwarzem Kleid vor einem grünen Hintergrund.

Martha Liebermann – Lebensbilder

„Weißt du, Max, es ist zwar eine Ehre, aber kein Vergnügen, mit Dir verheiratet zu sein“, ließ Martha Liebermann ihren Mann nach vierzig Ehejahren wissen. Die Gattin von Max Liebermann war eine resolute Person. Sie war es gewohnt, wie der Schriftsteller Julius Elias bemerkt, „sich ohne Diplomatie offen über das auszusprechen“, was ihr nicht gefiel. Liebermanns Bilder dagegen zeigen uns Martha als eine zurückhaltende Person, eine in Schwarz gekleidete Dame, häufig im häuslichen Umfeld, im Sessel sitzend oder lesend. Wie aber war Martha wirklich? Wer war die Frau, die über fünfzig Jahre den Lebensweg von Max Liebermann begleitete?

Über die Ausstellung

Die Ausstellung Martha Liebermann (1857 – 1943) – Lebensbilder spürt der Persönlichkeit einer außergewöhnlichen Frau nach, mit Gemälden, Grafiken, Fotos und anderen Dokumenten. Sie zeigt das Leben an der Seite des berühmten Malers und erzählt vom dramatischen Ende Martha Liebermanns, die sich, von den Nationalsozialisten an der Ausreise gehindert, 1943 durch Selbstmord der Deportation nach Theresienstadt entzog.

Bildnachweis

Anders Zorn, Porträt Martha Liebermann, 1896, Zornsamlingarna, Mora