Der Blick in dem Gemälde geht aus dem Nutzgarten Richtung Osten und zeigt den Weg hin zur Liebermann-Villa, welcher gesäumt ist von blühenden Beeten.

Blick aus dem Nutzgarten nach Osten auf den Eingang des Landhauses

Max Liebermann, 1919?

Als der Maler das Gemälde Blick aus dem Nutzgarten nach Osten auf den Eingang des Landhauses im Sommer 1919 ausführte, saß er auf dem Gartenweg in Mitten seines prächtig bepflanzten Nutzgartens. Der perspektivisch angelegte Weg endet direkt am Garteneingang des Sommerhauses. Durch die wohl überlegte bauliche Gestaltung ist eine direkte Blickachse durchs Haus hindurch auf den See möglich. Am Ende des Weges sind die Stufen hinauf zur Loggia angedeutet. Auch die zweiflüglige Tür, die an beiden Seiten von kolossalen Muschelkalksäulen flankiert wird, ist zu erkennen. Im Vordergrund erstrahlen links und rechts hochgewachsene  Blumenstauden in den schönsten Farbtönen. Vor allem der blaue Rittersporn sticht hervor. Bei genauer Betrachtung ist im Hintergrund links vor dem Haus eine Person als Staffage zu erkennen. Den freien Blick auf die Villa verdeckt die dichte Lindenhochhecke, die den Vorplatz und den Nutzgarten räumlich abgrenzt. Es heißt Liebermann habe sie pflanzen lassen, um den direkten Blick aus seinem Atelier im ersten Stock auf das Gärtnerhaus nicht länger ertragen zu müssen.

Signatur unten links: M Liebermann

Maße

50,5x75,5 cm

Material und Technik

Öl auf Leinwand

Werkverzeichnis

Eberle 1919/13

Credits

Max-Liebermann-Gesellschaft, Foto: Oliver Ziebe