Darstellung einer hügeligen Landschaft mit wenigen Bäumen rechts und blauem Himmel.

Carl Blechen

Das Einfachste und daher Schwerste

Carl Blechen (1798-1840) zählt neben Caspar David Friedrich zu den wichtigsten deutschen Landschaftsmalern des frühen 19. Jahrhunderts. Atmosphärische Werke, dramatische Lichtinszenierungen und leuchtende Farben prägen sein Schaffen. Schon zu Lebzeiten wurden seine Bilder hochgeschätzt. Auch Max Liebermann verehrte Blechen und widmete ihm 1921 eine seiner ersten Ausstellungen als Präsident der Berliner Akademie der Künste. Ausgehend von Liebermanns historischer Ausstellung zeigt die Liebermann-Villa am Wannsee im Herbst 2021 eine Auswahl von Blechens Werken aus der Cottbuser Sammlung der Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz. Mit der Schau werden die künstlerischen Einflüsse Blechens auf Liebermann genauer beleuchtet.

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Highlights

Darstellung einer hügeligen Landschaft mit wenigen Bäumen rechts und blauem Himmel.
Carl Blechen, Vorfrühling, 1829, © Carl-Blechen-Sammlung der Stadt Cottbus bei der Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz
Landschaftsdarstellung mit gestrandetem Boot in hellen, beigen Farben.
Carl Blechen, Viadukt bei Atrano, 1829, © Carl-Blechen-Sammlung der Stadt Cottbus bei der Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz
Ein junger Mann steht in schicker Kleidung des frühen 19. Jahrhunderts frontal und blickt nach links. In seiner linken Hand hält er eine Palette und einen Pinsel.
Carl Blechen, Selbstbildnis mit Palette, um 1837, Öl auf Holz, 49 x 39 cm, Stiftung Fürst-Pückler-Museum – Leihgabe der Ernst von Siemens Kunststiftung
Ein sandiger Weg führt einen steilen Berg hinauf, links und rechts sind Büsche und Gestrüpp, der Himmel ist grau und bewölkt.
Carl Blechen, Sandweg, nach 1830, Öl auf Leinwand auf Pappe, 18 x 24,1 cm, Carl-Blechen-Sammlung der Stadt Cottbus bei der Stiftung Fürst-Pückler-Museum
Studie mit dunkler Landschaft und dunklen Wolken in pastostem Pinselstrich
Carl Blechen, Höhenzug mit Wolken, nach 1829, Öl auf Papier, 6 x 18 cm, Carl-Blechen-Sammlung der Stadt Cottbus bei der Stiftung Fürst-Pückler-Museum
Ein Ölgemälde einer alten Schlossruine mit Bäumen im Vordergrund und blauem Himmel
Carl Blechen, Heidelberger Schloss, der zersprengte Turm, um 1831, Öl auf Leinwand, 75,5 x 89,8 cm, Carl-Blechen-Sammlung der Stadt Cottbus bei der Stiftung Fürst-Pückler-Museum
Winterlandschaft mit Schnee, Bäumen und zwei kleinen Figuren, die auf dem Schnee laufen
Carl Blechen, Winterlandschaft mit Kieferngruppe, um 1823, Öl auf Leinwand, 44,5 x 67 cm, Stiftung Fürst-Pückler-Museum – Leihgabe der Bundesrepublik Deutschland
Ein Mönch mit brauner Kutte steht mit dem Rücken zum Betrachter und einem Esel neben ihn vor dem Meer umgeben von hell angstrahltem Sand.
Carl Blechen, Mönch und Esel am Meeresstrand, um 1829, Öl auf Leinwand, 12 x 19 cm, Carl-Blechen-Sammlung der Stadt Cottbus bei der Stiftung Fürst-Pückler-Museum
Darstellung einer hügeligen Landschaft mit wenigen Bäumen rechts und blauem Himmel.
Carl Blechen, Vorfrühling, 1829, © Carl-Blechen-Sammlung der Stadt Cottbus bei der Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz
Landschaftsdarstellung mit gestrandetem Boot in hellen, beigen Farben.
Carl Blechen, Viadukt bei Atrano, 1829, © Carl-Blechen-Sammlung der Stadt Cottbus bei der Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz
Ein junger Mann steht in schicker Kleidung des frühen 19. Jahrhunderts frontal und blickt nach links. In seiner linken Hand hält er eine Palette und einen Pinsel.
Carl Blechen, Selbstbildnis mit Palette, um 1837, Öl auf Holz, 49 x 39 cm, Stiftung Fürst-Pückler-Museum – Leihgabe der Ernst von Siemens Kunststiftung
Ein sandiger Weg führt einen steilen Berg hinauf, links und rechts sind Büsche und Gestrüpp, der Himmel ist grau und bewölkt.
Carl Blechen, Sandweg, nach 1830, Öl auf Leinwand auf Pappe, 18 x 24,1 cm, Carl-Blechen-Sammlung der Stadt Cottbus bei der Stiftung Fürst-Pückler-Museum
Studie mit dunkler Landschaft und dunklen Wolken in pastostem Pinselstrich
Carl Blechen, Höhenzug mit Wolken, nach 1829, Öl auf Papier, 6 x 18 cm, Carl-Blechen-Sammlung der Stadt Cottbus bei der Stiftung Fürst-Pückler-Museum
Ein Ölgemälde einer alten Schlossruine mit Bäumen im Vordergrund und blauem Himmel
Carl Blechen, Heidelberger Schloss, der zersprengte Turm, um 1831, Öl auf Leinwand, 75,5 x 89,8 cm, Carl-Blechen-Sammlung der Stadt Cottbus bei der Stiftung Fürst-Pückler-Museum
Winterlandschaft mit Schnee, Bäumen und zwei kleinen Figuren, die auf dem Schnee laufen
Carl Blechen, Winterlandschaft mit Kieferngruppe, um 1823, Öl auf Leinwand, 44,5 x 67 cm, Stiftung Fürst-Pückler-Museum – Leihgabe der Bundesrepublik Deutschland
Ein Mönch mit brauner Kutte steht mit dem Rücken zum Betrachter und einem Esel neben ihn vor dem Meer umgeben von hell angstrahltem Sand.
Carl Blechen, Mönch und Esel am Meeresstrand, um 1829, Öl auf Leinwand, 12 x 19 cm, Carl-Blechen-Sammlung der Stadt Cottbus bei der Stiftung Fürst-Pückler-Museum

Audioguide

Eine hügelige Berglandschaft mit hellen Steinen im Vordergrund und einem dunklen Gebirge im Hintergrund.
Carl Blechen, Berggipfel im Harz, 1833, Öl auf Papier auf Leinwand, Carl-Blechen-Sammlung der Stadt Cottbus bei der Stiftung Fürst-Pückler-Museum

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Mit unserem Audioguide können Sie ganz bequem von zu Hause oder in der Ausstellung mehr über Carl Blechen, seine Verknüpfungspunkte mit Max Liebermann und die wechselhafte Rezeptionsgeschichte der Werke Blechens erfahren. Einfach über das eigene Smartphone oder Browsergerät nutzen.

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Audioguide zur Ausstellung

Folgen Sie in unserem Audioguide den Geschichten einzelner Exponate aus der Sonderausstellung „Carl Blechen. Das Einfachste und daher Schwerste“ und lernen Sie den Landschaftsmaler näher kennen. Zum Audioguide

Über die Ausstellung

Carl Blechen (1798-1840) zählt neben Caspar David Friedrich zu den bedeutendsten deutschen Landschaftsmalern des frühen 19. Jahrhunderts. Atmosphärische Werke mit dramatischen Lichtinszenierungen, leuchtenden Farben und geheimnisvollen Bildmotiven prägen sein Schaffen. Schon zu Lebzeiten wurden seine Bilder hochgeschätzt. Sowohl die Akademie der Künste als auch die Nationalgalerie bauten kurz nach Blechens Tod wichtige Sammlungen seiner Arbeiten auf. 1913 gründete seine Heimstadt Cottbus eine inzwischen umfassende Blechen-Sammlung, die heute in der Stiftung Fürst-Pückler-Museum – Park und Schloss Branitz aufbewahrt wird. Auch große Ausstellungen um die Jahrhundertwende, in denen er mit bemerkenswerten Arbeiten prominent vertreten war, betonten sein künstlerisches Ansehen.

Als Max Liebermann im Oktober 1920 Präsident der Berliner Akademie der Künste wurde, widmete er eine seiner ersten Ausstellungen dem Gesamtwerk Blechens. Etwa 80 Jahre nach Blechens frühem Tod versammelte Liebermann im Herbst 1921 rund 120 Werke des Malers in den Räumen der Akademie am Pariser Platz. In seinem begleitenden Ausstellungstext bekräftigt Liebermann Blechens große Wirkung:

„Einer der wenigen Auserwählten […] der nicht nur zu den Besten seiner Zeit gehörte – und als solcher übrigens von seinen Zeitgenossen eingeschätzt wurde […] – sondern der auch auf die Besten seiner Zeit […] einen entscheidenden Einfluss ausgeübt hatte.“

Max Liebermann lobte vor allem die Studien von Blechens Italienreise 1828-1829, die er als klare Vorläufer des Impressionismus ansah. In diesen Bildern sei es dem Künstler gelungen, so Liebermann, seine subjektive Wahrnehmung in ein naturalistisches Bild „hineinzumalen“, wie er in seinem Ausstellungstext weiter ausführte:

„Die Studien, die er von [Italien] mitbringt (oft im kleinsten Format) geben das Höchste, was ein Maler zu geben hat, sie geben das wieder, was Blechen gesehen hat: Das Einfachste und daher Schwerste.“

Zum 100-jährigen Jubiläum der Akademieausstellung 1921 zeigt die Liebermann-Villa am Wannsee ab 17. Oktober 2021 eine Auswahl von Blechens Werken aus der Sammlung der Stiftung Fürst-Pückler-Museum in Cottbus. Ausgehend von der historischen Ausstellung werden neben der Präsentation dieser besonderen Studien und Werke Blechens seine künstlerischen Einflüsse auf Max Liebermann genauer beleuchtet: Was schätzte Liebermann an Blechen? Welche Bedeutung hat der Cottbuser Landschaftsmaler für die Entwicklung der modernen Malerei? Wie fügt sich Liebermanns Einschätzung in die lange und wechselhafte Rezeptionsgeschichte des Landschaftsmalers zwischen Romantik, Moderne und Nationalsozialismus ein?

Publikation

Zur Ausstellung erscheint ein begleitender Katalog in deutscher Sprache mit zahlreichen Abbildungen der Werke Blechens sowie Essays von Dr. Lucy Wasensteiner, Dr. Johannes Nathan und Dr. Stefan Körner, die neue Erkenntnisse zur Verbindung von Carl Blechen und Max Liebermann vorstellen (41 Seiten, 24 Abbildungen, Max-Liebermann-Gesellschaft, 12 €).

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Coverbild des Katalogs zur Ausstellung Carl Blechen mit weißer Schrift auf Gemäldedetails mit Bäumen, grüner Wiese und blauem Himmel

Programm

  • Winterabend

Winterabend in der Liebermann-Villa

Verlängerte Öffnungszeiten mit besonderen Winterangeboten

  • Führung

Kuratorinnenführung zur Ausstellung „Carl Blechen“

Ausgebucht – Für Mitglieder der Max-Liebermann-Gesellschaft

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UMSETZUNG

Kuratorin: Dr. Lucy Wasensteiner
Kuratorische Assistenz: Viktoria Bernadette Krieger
Presse, Kommunikation und Marketing: Miriam Barnitz
Konservatorische Betreuung: Grit Jehmlich, Oliver Max Wenske
Design & Ausstellungsgrafik: Ta-Trung, Berlin
Museumsshop: Dina Schlote
Finanzbuchhaltung: Hildegard Findeklee
Mitgliederbetreuung: Dania Uwa-Seget
Besucherdienst: Barbara Stursberg
Haustechnik: Tom Pauling und Frank Steffen

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