Monte Oliveto
Max Liebermann, Monte Oliveto Florenz (Dächer in Florenz), 1902, Pastell auf Papier, Privatbesitz © Christoph Irrgang

Auf nach Italien!

Mit Liebermann in Venedig, Florenz und Rom

2024 präsentiert die Liebermann-Villa am Wannsee erstmals Max Liebermanns bewegte Beziehung zu Italien und dessen Kulturlandschaft mit einem Fokus auf seine „italienischen“ Werke, seine dortigen Ausstellungsbeteiligungen und die erfolgte Rezeption.

 

 

Programm

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Highlights

Monte Oliveto
Max Liebermann, Monte Oliveto Florenz (Dächer in Florenz), 1902, Pastell auf Papier, Privatbesitz © Christoph Irrgang
Max Liebermann, Selbstbildnis an der Staffelei nach rechts, 1908, Gallerie degli Uffizi, Florenz © Gabinetto Fotografico delle Gallerie degli Uffizi
Max Liebermann, Pferderennen in den Cascinen, Studie, 1909, Privatbesitz, Foto: Privatbesitz
Max Liebermann, Ritratto di Umberto Veruda, 1899, Civico Museo Revoltella - Galleria d’Arte Moderna, Trieste © Archivio fotografico del Museo Revoltella - Galleria d'Arte Moderna, Trieste
Photographische Kunstanstalt v. Freyberg, Berlin-Friedenau, Max Liebermann vor der Loggia seiner Villa, 1914, Max-Liebermann-Gesellschaft Berlin © Max-Liebermann-Gesellschaft Berlin
Max Liebermann, Gasse in Venedig, 1878, Hamburger Kunsthalle © Hamburger Kunsthalle / bpk, Foto: Christoph Irrgang
Monte Oliveto
Max Liebermann, Monte Oliveto Florenz (Dächer in Florenz), 1902, Pastell auf Papier, Privatbesitz © Christoph Irrgang
Max Liebermann, Selbstbildnis an der Staffelei nach rechts, 1908, Gallerie degli Uffizi, Florenz © Gabinetto Fotografico delle Gallerie degli Uffizi
Max Liebermann, Pferderennen in den Cascinen, Studie, 1909, Privatbesitz, Foto: Privatbesitz
Max Liebermann, Ritratto di Umberto Veruda, 1899, Civico Museo Revoltella - Galleria d’Arte Moderna, Trieste © Archivio fotografico del Museo Revoltella - Galleria d'Arte Moderna, Trieste
Photographische Kunstanstalt v. Freyberg, Berlin-Friedenau, Max Liebermann vor der Loggia seiner Villa, 1914, Max-Liebermann-Gesellschaft Berlin © Max-Liebermann-Gesellschaft Berlin
Max Liebermann, Gasse in Venedig, 1878, Hamburger Kunsthalle © Hamburger Kunsthalle / bpk, Foto: Christoph Irrgang

Über die Ausstellung

Italien war spätestens seit Goethes Italienischer Reise (1786–88) ein unumgängliches Reiseziel und wichtiger Inspirationsort für Künstlerinnen und Künstler aus dem deutschsprachigen Raum. Auch Max Liebermann (1847–1935) näherte sich dem Land südlich der Alpen, zu welchem er allerdings anfänglich eine distanzierte bisweilen ambivalente Beziehung pflegte. Seine Malheimat war nämlich Holland, wie er in einem dem niederländischen Maler Josef Israëls gewidmeten Text erklärte: „Vielleicht ist Italien an und für sich pittoresker als Holland; aber wir sehen Italien nur noch in mehr oder weniger schlechten […] italienischen Veduten: Italien ist zu pittoresk.“ (zit. n. Max Liebermann: Gesammelte Schriften, Berlin 1922, S. 99).

Trotz solcher Behauptungen unternahm Liebermann zwischen 1878 und 1913 mindestens sechs Reisen nach Oberitalien, in die Toskana und ins Latium. Vor Ort trat er in Kontakt mit Vertreter*innen der italienischen Kunstszene, stellte seine Arbeiten regelmäßig aus und fand Inspiration für seine eigenen Werke. So bat ihn 1908 die Direktion der Uffizien um ein Selbstbildnis für die hauseigene Porträtsammlung. Seine Beteiligung an der ersten Internationalen Kunstausstellung der Stadt Venedig 1895 war der Auftakt zu regelmäßigen Teilnahmen an italienischen Kunstschauen.

2024 präsentiert die Liebermann-Villa am Wannsee erstmals Max Liebermanns bewegte Beziehung zu Italien und dessen Kulturlandschaft mit einem Fokus auf seine „italienischen“ Werke, seine dortigen Ausstellungsbeteiligungen und die erfolgte Rezeption.

Die Ausstellung findet in Kooperation mit dem Museum Casa di Goethe in Rom statt. Das Ausstellungsprojekt steht unter der Schirmherrschaft der Italienischen Botschaft in der Bundesrepublik Deutschland und der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland bei der Italienischen Republik. Wir danken für die Zusammenarbeit mit dem Museo Nazionale Romano wodurch eine weitere Verbindung Liebermanns zu Rom gewürdigt: Sein Wandbild in der Loggia der Villa am Wannsee wurde inspiriert durch das antike Gartenbild in der Villa di Livia bei Prima Porta, das heute im römischen Nationalmuseum aufbewahrt wird. Die Ausstellung wird von der LOTTO-Stiftung Berlin, der Rudolf-August Oetker-Stiftung und der Kythera Kultur-Stiftung Düsseldorf gefördert.

Online-Ausstellung „Auf nach Italien!“

Entdecken Sie unsere Sonderausstellung „Auf nach Italien! Mit Liebermann in Venedig, Florenz und Rom“ und lernen Sie mehr über Max Liebermanns bewegte Beziehung zu Italien und dessen Kulturlandschaft. Zur Online-Ausstellung

Publikation

Zur Ausstellung erscheint der begleitende Katalog „Max Liebermann in Italien / Max Liebermann in Italia“ in deutscher und italienischer Sprache mit zahlreichen Abbildungen und Essays zu Liebermanns italienischen Verbindungen.

Liebermann-Villa am Wannsee, 2024
In Kooperation mit dem Museum Casa di Goethe, Rom
Herausgeber*innen: Lucy Wasensteiner, Alice Cazzola, Gregor H. Lersch
80 Seiten, eingebunden, 40 meist farbige Abb., 27 x 21 cm, Hardcover
ISBN 978-3-9826160-0-1
25,00 €

Audioguide „Auf nach Italien!“

Entdecken Sie unsere Sonderausstellung „Auf nach Italien! Mit Liebermann in Venedig, Florenz und Rom“ und lernen Sie mehr über Max Liebermanns bewegte Beziehung zu Italien und dessen Kulturlandschaft. Zum Audioguide

Konferenz

Online-Tagung | Freitag, 5. Mai 2023 | 9.30 – 17.00 Uhr
Max Liebermann und Italien im Kontext der deutsch-italienischen künstlerischen Mobilität der 1860er bis 1930er-Jahre
Anmeldung

Die Tagung bildet den Auftakt des gemeinsamen Ausstellungsprojekts und diskutiert die deutsch-italienische künstlerische Mobilität während Max Liebermanns Schaffensphase der 1860er bis 1930er-Jahre.

Anhand verschiedener Perspektiven werden die deutsch-italienischen Handlungsräume an Kunstakademien, Museen, Sezessionen, Ausstellungen und dem Kunstmarkt usw. innerhalb einer kritischen Zeit der politischen und gesellschaftlichen Entwicklung beider Länder in vier Panels untersucht. Kolleg*innen aus dem Museum und der Universität berichten über unterschiedliche Aspekte dieses deutsch-italienischen Austausches.

Lässt sich bei Liebermann – und vielleicht bei anderen deutschsprachigen Reisenden – ein Wandel in der Italienwahrnehmung feststellen? Entfernte sich dies etwa allmählich von der ästhetisierenden Italiensehnsucht in der Tradition Goethes? Im Gegenzug wird auch die Frage nach der Entwicklung der Deutschlandwahrnehmung seitens italienischer Reisender und Institutionen gestellt.

Zum Tagungsprogramm (PDF)

Zum vollständigen Call for Papers 2022 (PDF)

Mit freundlicher Unterstützung

Umsetzung

Projektleitung: Dr. Lucy Wasensteiner
Kuratorin: Alice Cazzola
Kuratorische Assistenz: Viktoria Bernadette Krieger
Team der Liebermann-Villa