Max Liebermann in der Akademie der Künste bei seiner Rede für die August Gaul Gedächtnisausstellung, 1922, Bundesarchiv, Bild 183-1990-0518-028 Fotograf Bernd Settnik

Alles für die Kunst! Max Liebermann zwischen Strategie und Kulturpolitik

In unserem Audioguide zur Sonderausstellung „Alles für die Kunst! Max Liebermann zwischen Strategie und Kulturpolitik“ entdecken Sie Max Liebermann jenseits des Ateliers – als strategischen Kulturpolitiker.

For the English version of the audio giude and the English translations of the wall texts in the exhibition, please click here.

WILLKOMMEN

Herzlich willkommen!

Begleiten Sie uns heute auf den Spuren von Max Liebermann. Wir blicken auf einen Maler, der die deutsche Kunstwelt revolutionierte. Mit strategischem Geschick und seiner Berliner Schlagfertigkeit verhalf er der künstlerischen Moderne zum Durchbruch.

ANFÄNGLICHE MISSERFOLGE ERFORDERTEN DURCHHALTEVERMÖGEN

Zu Beginn seiner Karriere musste Liebermann dafür kämpfen als Künstler wahrgenommen zu werden. Obwohl er schon am Pariser Salon, der großen jährlichen Kunstausstellung in der französischen Hauptstadt, ausstellte, nahm er noch weite Malreisen auf sich für etwaige Aufträge.

WALTER LEISTIKOW

Die Gründung der modernen Künstlergruppe der „Vereinigung der XI“ war ein öffentlicher Eklat – ein Aufstand gegen das starre akademische Kunstverständnis und den Kaiser. Warum nannte sich die Gruppe „Vereinigung der Elf“?

DIE ZIELE DER BERLINER SECESSION

Kurz vor Gründung der Berliner Secession wagte man folgende Prophezeiung: „Liebermann ist mit einem Mal so zur Anerkennung gelangt, daß man fast fürchten möchte, daß er, der allein stehen muß, Schule machen, Einfluß gewinnen könnte. Das wäre schade. Liebermann ist eine Erscheinung für sich, schwer einfügbar, anziehend mit seinen genialen Qualitäten samt Schwächen. Er steht eben ganz für sich und kann auch nur so genossen werden.“

DIE ZIELE DES AKADEMIEPRÄSIDENTEN

Trotz seines Erfolgs und seiner hohen Ämter blieb Max Liebermann dem öffentlichen Trubel gegenüber skeptisch.

„DIE KUNST IST SORGE UND VIEL ARBEIT“

Liebermann pflegte sein Leben lang enge Kontakte zu Kunsthändler:innen, Museumsleitern und Kunstschriftstellern. Auch mit dem Kunstkritiker und Literaturhistoriker Julius Elias, der große Begeisterung für den Impressionismus in Deutschland zeigte, war Liebermann eng verbunden.