Max Liebermann, Blick auf den Wannsee mit Booten, um 1925, Max Liebermann-Gesellschaft Berlin e. V., Foto: Christoph Adam, Abschnitt

IM FOKUS: LIEBERMANNS PASTELLE

Eine Welt in Kreide

Der Sommer 2026 steht im Zeichen der Pastellkunst: Max Liebermann (1847–1935) schuf über die Jahre mehr als hundert Pastelle. Erstmals wurden diese zu seinem 80. Geburtstag im Juli 1927 als eigenständige Werkgruppe beim Verleger und Kunsthändler Bruno Cassirer präsentiert.

Da Pastellkreiden fast ausschließlich aus reinen Farbpigmenten bestehen, sind ihre Leuchtkraft und Unmittelbarkeit einmalig. Die Ausstellung widmet sich nun erstmals diesem Medium und zeigt, wie sehr die Pastelltechnik – einem bislang weniger beachteten Aspekt seines Schaffens – Liebermanns Bildsprache prägte. Begleiten Sie uns und Liebermann von der holländischen Küste bis in den Wannseegarten.

Schon seine Zeitgenoss:innen bewunderten ihn für seine Darstellungskunst:

„[E]ntzückende[…] kleine[…] Pastellskizzen: grünliches Meer mit regengrauem Himmel und den feinen, so lebendigen Figuren im Hintergrund. [Es ergibt sich] nicht nur Weichheit, sondern zuweilen eine Tiefe und Fülle des Tones, die kaum von der Oelfarbe übertroffen wird. Und geradezu überraschend ist es, daß [Liebermann] auf solchen Blättchen mit diesem trockenen Kreidestaub auch das helle Sonnenlicht zu geben weiß.“

(Harry David, in: Berliner Tageblatt, 1912)

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