Der Künstler sitzt mit dem Rücken zu den Betrachtenden auf einem Stuhl vor einer Leinwand und malt. Er befindet sich in seinem Atelier, um ihn herum stehen einige weitere Gemälde.
Max Liebermann, Der Künstler in seinem Atelier in Wannsee, 1932, Privatsammlung

Liebermann für Kids

Liebe Kinder,

folgt Liebermanns Dackel Männe und lasst eurer Kreativität mit unseren Kreativaufgaben für zu Hause freien Lauf!

Wir freuen uns, wenn Ihr uns eure Ergebnisse per Mail schickt.
Die schönsten Ergebnisse veröffentlichen wir auf unseren Social Media Kanälen.

Viel Spaß!

Wer war Max Liebermann?

1874 wurde Max Liebermann in Berlin geboren. Er war ein berühmter und geschätzter Maler. Max Liebermann arbeitete in Berlin und wohnte im Sommer in einer schönen Villa am Ufer des Wannsees. Viele berühmte Menschen wünschten sich, von ihm gemalt zu werden. Hier siehst du ein Selbstbildnis von Max Liebermann. Um sich selbst zu malen, hat er seine Staffelei vor einen Spiegel gestellt und sich darin betrachtet. Auf diesem Selbstbildnis hält der Maler Pinsel und Farbpalette in der Hand. Ein Hinweis auf seinen Beruf!

 

1. Arbeitsblatt (PDF)
Max Liebermann, Selbstbildnis im Anzug vor der Staffelei, 1923, Privatsammlung

WIE RAHMTE MAX LIEBERMANN SEINE BILDER?

Für Max Liebermann waren Rahmen ein wichtiger Bestandteil seiner Bilder. Obwohl er selbst keine spektakulären Bilderrahmen entworfen hat, wählte er sehr genau seine Rahmen aus. Einige der vergoldeten Originalrahmen existieren noch heute. Manche Selbstbildnisse im Atelier zeigen Liebermann bei der Arbeit an bereits gerahmten Gemälden. Auch Farbspuren am Rahmen beweisen, dass er seine Bilder schon eingerahmt malte oder vollendete. Die Rahmen ließ sich der Maler auch in seine Villa am Wannsee liefern. In einem Brief schrieb er 1921: „Sobald das Wetter wieder Einem das Arbeiten im Freien erlaubt, fange ich ein neues Bild an, derweilen der Rahmen kommen wird.“

2. Arbeitsblatt (PDF)

WO VERSTECKT SICH LIEBERMANNS KÜNSTLERHAUS?

Ab 1870 fuhren wohlhabende Berliner Familien raus an den Wannsee, um die Sommerfrische zu genießen. Erfolgreiche Unternehmer und Künstler ließen sich Landhäuser mit prächtigen Gärten in der Colonie Alsen bauen, wo sie ihre Freizeit entspannt verbrachten. Auch Max Liebermann brauchte Ruhe vom Stadttrubel und kaufte 1909 ein Wassergrundstück in der vornehmen Villenkolonie. Seinem Freund Alfred Lichtwark, mit dem er seinen Garten planen wollte, erklärte er: „Ich möchte ein Landhaus, das sich ein Städter gebaut hat.“ Findest du Liebermanns Grundstück auf der Karte wieder? P.S.: Der Wannsee ist kein See, sondern ein sehr breiter Teil der Havel (ein durch Berlin fließender Fluss)!

3. Arbeitsblatt (PDF)

WAS PFLANZTE MAX LIEBERMANN IM GARTEN?

Max Liebermanns Garten war wie ein Bauerngarten für die Selbstversorgung konzipiert. Dem Maler war es sehr wichtig, dass seine Familie sich vom Obst und Gemüse, das im Garten wuchs, ernähren konnte. Eine Gärtnerfamilie, die im kleinen Gartenhaus wohnte, baute Äpfel, Kirschen, Birnen und Beeren sowie Kartoffeln, Bohnen und Kürbis an. Als im Ersten Weltkrieg Hungersnot herrschte, ließ Liebermann auf der großen Rasenfläche zum Wannsee ein großes Beet anlegen und baute Kohl und Kartoffeln an. Dies ist auch auf seinen Bildern zu sehen!

4. Arbeitsblatt (PDF)

MAX LIEBERMANN ZIEHT NACH WANNSEE

Im Juli 1910 zog der 63-jährige Max Liebermann mit seiner Frau Martha, seiner Tochter Käthe und seinem Dackel Männe in die neu gebaute Villa am Wannsee. Er war sehr stolz auf die Verwirklichung seines Traumes und freute sich auf die vielen Malstunden in seinem Garten. Der Architekt Paul Otto Baumgarten hatte ein Sommerhaus in Form eines eleganten Landhauses mit monumentalen Säulen, die bis ins Obergeschoss ragten, und einem spitzen Ziegeldach geplant. Die Möbel sind heute leider verloren. Aus Fotografien wissen wir jedoch, dass die Wände mit vielen Liebermann-Bildern und weiteren Werken aus seiner Kunstsammlung geschmückt waren.

5. Arbeitsblatt (PDF)
Historische Frontseite der Liebermann-Villa, 1925, © Max-Liebermann-Gesellschaft

WIE WAREN DIE INNENRÄUME ANGEORDNET?

Auch wenn Liebermanns Künstlerhaus im Vergleich zu den anderen Sommervillen der Colonie Alsen relativ klein wirkt, hatten alle Familienmitglieder genug Platz.

Puzzlevorlage (PDF)

6. Arbeitsblatt (PDF)

EIN BESONDERER RAUM ZUM MALEN

Das Herzstück der Liebermann-Villa war das Atelier, in dem Liebermann an Porträts malte und seine im Freien gemalten Bilder fertigstellte. In der Stille seines Arbeitsraumes konnte er ungestört seine Ideen entwickeln. Die hohe Decke mit Tonnengewölbe ließ der Maler nach dem Vorbild der Glasdachkonstruktion seines Stadtateliers bauen. Im Jahr 1899 hatte er sich auf das Dach seines Elternhauses am Pariser Platz rechts vom Brandenburger Tor ein Malatelier mit einem modernen Glas-Eisen-Dach einbauen lassen.

7. Arbeitsblatt (PDF)
Max Liebermann, Der Künstler in seinem Atelier in Wannsee, 1932, Privatsammlung

BRIEFE, POSTKARTEN UND TELEGRAMME

Max Liebermann war ein passionierter Briefeschreiber. Bis ins hohe Alter schickte er seinen Freunden, Künstlerkollegen und Sammlern unzählige Briefe, Postkarten und Telegramme. Max Liebermann, der sehr stolz auf seine Villa am Wannsee war, schrieb Postkarten und Briefe auf denen eine Radierung seines Sommerhauses zu sehen war. Wir zeigen dir, wie du einen eigenen Briefkopf-Stempel machen kannst!

8. Arbeitsblatt (PDF)

DIE JUBILÄUMSBEPFLANZUNG

Auf einigen Bildern des mittleren Heckengartens hat Liebermann ein besonderes Schmuckmotiv gemalt: blühende Hochstämme verbunden mit Girlanden umranden den “ovalen Garten“, das Rundbeet in der Mitte ist mit blau-lilafarbenem Leberbalsam bepflanzt. Diese Gartenausschmückung, die Liebermann unter anderem zu seinem 80. Geburtstag umsetzen ließ, erkennen wir im Gemälde Das Rondell im Heckengarten von 1927 wieder. Hier schlendert eine hellgekleidete weibliche Gestalt, vermutlich seine Tochter Käthe, den Weg entlang.

9. Arbeitsblatt (PDF)
Max Liebermann, Das Rondell im Heckengarten, 1927, Privatbesitz

MAX LIEBERMANN IM KREISE SEINER FAMILIE

Max Liebermann wurde als Sohn des jüdischen Textilunternehmers Louis Liebermann und seiner Frau Philippine  in Berlin geboren. Im September 1884 heiratete er Martha Marckwald. Ein Jahr später wurde ihre Tochter Käthe geboren. Als junges Mädchen spielte Käthe Klavier und tanzte leidenschaftlich. Nachdem sie 1915 den Diplomaten, Politiker und Philosophen Kurt Riezler heiratete, brachte sie 1917 die Tochter Maria zur Welt. Zusammen mit Ihrem Ehemann und ihrer Tochter emigrierte sie 1938 nach New York. Die letzten Nachfahren von Martha und Max Liebermann sind die Urenkelinnen Heather White und Katharine Whild. Sie leben in den USA.

10. Arbeitsblatt (PDF)
Max Liebermann, Der Künstler skizzierend im Kreis seiner Familie, 1925, © Max-Liebermann-Gesellschaft