Detailansicht der Signatur von Max Liebermann auf einem Gemälde.
Max Liebermann, Blick aus dem Nutzgarten nach Osten, um 1919, Detail, © Max-Liebermann-Gesellschaft, Foto: Oliver Ziebe

Wenn Bilder sprechen

Provenienzforschung zur Sammlung der Liebermann-Villa

Die Sammlung der Liebermann-Villa am Wannsee wird seit den 1990er Jahren zusammengetragen und umfasst heute über 200 Objekte, die meisten aus der Hand von Max Liebermann. Aber wo kommen die Werke her? Welche Wege haben sie seit ihrer Entstehung bis zu ihrem Eingang in unsere Sammlung hinter sich gelassen? Diesen Fragen widmet sich die Herbstausstellung „Wenn Bilder sprechen. Provenienzforschung zur Sammlung der Liebermann-Villa“ ab 2. Oktober 2022.

 

Über die Ausstellung

Die Provenienzforschung spielt für die Arbeiten von Max Liebermann eine besondere Rolle. In den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts wurden seine Bilder breit gesammelt, in der Weimarer Republik waren sie Teil bedeutender Kunstsammlungen. Demzufolge wechselten viele Liebermann-Objekte ab 1933 ihren Standort und ihre Besitzer*innen: Sie wurden u.a. verfolgten Familien geraubt, ins Exil mitgenommen, unter schwierigsten Umständen in finanzieller Notlage verkauft oder von deutschen Museen veräußert. Auch die Familie Liebermann verlor in der Zeit des Nationalsozialismus den Großteil ihrer Kunstsammlung.

Im Dezember 2020 begann in der Liebermann-Villa am Wannsee ein vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste gefördertes Projekt, in dem der Bestand der Liebermann-Villa systematisch untersucht wird. Die Ausstellung „Wenn Bilder sprechen“ präsentiert die Ergebnisse dieser Recherchen und erzählt die Herkunftsgeschichten ausgewählter Werke aus der Sammlung der Liebermann-Villa am Wannsee.

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