Historisches Schwarzweißfoto eines älteren Herrn mit Schnauzer, der vor einer Skulptur seines eigenes Kopfes steht.
Argusphot, Max Liebermann, vor dem Gipsmodell seiner Büste, um 1932, ullstein bild - Argusphot

Meeting Liebermann

Fotoporträts aus der Sammlung Ullstein

Elegant im Anzug, die Beine überschlagen, mit Hut, im Profil, mit Dackel Nicki im Wannsee-Garten oder erschöpft rauchend nach einer Sitzung in der Preußischen Akademie der Künste: Die Fotosammlung des geschichtsträchtigen und namhaften Berliner Ullstein Verlags hält dutzende Porträtaufnahmen des Malers Max Liebermann (1847–1935) und seiner Familie bereit. Er wurde zu Lebzeiten vielfach und gerne porträtiert. Die Porträts der uns heute bekannten und weniger bekannten Fotograf*innen fanden weite Verbreitung in den zahlreichen Publikationen des Ullstein Verlags wie Der Querschnitt, Die Dame, UHU und Zeitbilder.

Den Kern unserer kommenden Ausstellung bilden fotohistorisch aufschlussreiche Originalabzüge, u.a. von Yva, Nicola Perscheid, Frieda Riess und Erich Salomon, welche heute in der Sammlung Ullstein bei ullstein bild in Berlin aufbewahrt werden. Sie sind Zeugnisse der vielfältigen Begegnungen Liebermanns mit fünfzehn richtungsweisenden Fotograf*innen in der Zeit von 1905 bis 1932. Die Lichtbildkünstler*innen trafen auf den berühmten Zeitzeugen, welcher sich öffentlichkeitswirksam ausgezeichnet in Szene zu setzen wusste. Doch einige ihrer Abbilder zeigen einen ganz anderen Liebermann und überraschen durch ihre Intimität und ihre Direktheit. Wer waren die Künstler*innen, die Max Liebermann ablichten durften? Wie kam es zu den Aufträgen und welche Bedeutung hatten die Fotoporträts des berühmten Max Liebermanns für das berufliche Renommée der Fotografierenden? Wie auch die Geschichte des Ullstein Verlags sind einige der in der Ausstellung präsentierten Biografien eng verbunden mit Verfolgung, Exil, Widerstand und politischer Anpassung.

Die Ausstellung findet in Kooperation mit ullstein bild statt.